Pilates – Historie

Die Pilatesmethode ist keine - wie oft angenommen - aus den USA stammende Trendsportart. Das Training ist bereits viele Jahre bekannt und wurde von Joseph Hubertus Pilates (1880 - 1967), der in Düsseldorf geboren wurde, ins Leben gerufen.

Pilates war bereits als kleiner Junge häufig krank und musste aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes stets etwas für seinen Körper machen. So wuchs sein Interesse an allem, was mit Körpertraining und Rehabilitation zu tun hatte.

Während des ersten Weltkrieges trainierte er in Gefangenschaft die Mithäftlinge an selbst zusammengebauten Bewegungsmaschinen. Noch heute gilt sein umfunktioniertes Lazarettbett (Allegro), auf dem er Verletzte mit Bewegungsübungen therapierte, als Herzstück jedes modernen Pilateskonzepts.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde der allgemeinen Gesundheit in Deutschland sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Ein jeder bringt Turnvater Jahn mit Gymnastik in Verbindung. Sebastian Kneipp sorgte für den Gesundheitsgedanken, während zeitgleich Joseph Pilates sein ganzheitliches Körpertraining vertiefte.

1926 verlangte man von Pilates, Angehörige der deutschen Armee zu trainieren. Anlass für Pilates, als überzeugter Pazifist in die USA auszuwandern. Dort eröffnete er mit Unterstützung seiner Frau Clara in New York sein erstes Studio, wo er ununterbrochen an seinem Programm feilte, es weiterentwickelte und ausbaute.

1967 starb Pilates 86-jährig in New York. Bis zu seinem Lebensende unterrichtete er selbst und bildete einige seiner Schüler zu Trainern aus. Seine Trainingsmethode wurde immer wieder medizinischen und physiologischen Erkenntnissen angepasst. Weder zwei Pilatestrainer, noch zwei Übungsstunden sind vergleichbar. Es existieren heute viele Formen des Pilatesunterrichts, und dieser Umstand ist keine Schwachstelle des Systems, sondern vielleicht die größte Stärke der Methode.

Pilates ist ein offenes innovatives System, das neue Ideen integrieren kann, ohne durch ein strenges Regelsystem gefesselt zu sein.